Klasse 4/5

Die Schülerinnen und Schüler, die die Primarstufe besuchen, werden zu uns geschickt mit folgenden klinischen Diagnosen bzw. Verdacht auf: ADS/ ADHS – Zwangserkrankungen – Essstörungen – Sozialphobien – oppositionelles Problemverhalten – Störung des Sozialverhaltens – kindliche Depression – Schulangst – Schulverweigerung – Trennungsängste – Störung der Emotionalität – Störungen im Lern- und Leistungsverhalten – Enuresis – Enkopresis – Tics – Autismus – Asperger Autismus.

Auswirkungen auf den Unterricht: alle genannten Störungsbilder wirken sich auf das Lern- und Leistungsverhalten der Schülerinnen und Schüler aus.

Somit ist es unsere Aufgabe, nach intensiver Beobachtung sowie Kooperation mit der Heimatschule und Klinik, individuelle Förderpläne zu erstellen und diese im Unterricht umzusetzen. Da unsere Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulformen – Regelschule/ Förderschule – kommen und ihre Erkrankung sich häufig negativ auf das Lern- und Leistungsverhalten auswirkt, holen wir die Schülerinnen und Schüler da ab, „wo sie stehen“.

Neben dieser individuellen Förderung in den Kernlernfächern (Deutsch, Mathematik und Englisch) hat Unterricht in der Gesamtgruppe einen hohen Stellenwerk, um soziale Kompetenzen aufzubauen und zu stärken.

 

Konsequenzen aus den Krankheitsbildern für die Unterrichtsgestaltung: die oben genannten Krankheitsbilder erfordern Individualisierung und Differenzierung im Umgang mit jedem einzelnen Schüler. Lernangebote erfolgen kleinschrittig, um erfolgsorientiertes Lernen aufzubauen und zu stärken. Offene Unterrichtsmethoden – Wochenplan, Lernen an Stationen, Werkstattunterricht ermöglichen Individualisierung und selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen. Eingehen auf individuelle Interessen und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler sind uns wichtig, um Lernmotivation und Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft anzubahnen und aufzubauen. Somit können sie wieder Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit entwickeln.

Gerade zu Beginn einer Beschulung achten wir auf Gruppenfähigkeit des Einzelnen, um dann gezielt Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit einzusetzen. 

Viele Schülerinnen und Schüler haben aufgrund ihrer Erkrankungen einen erhöhten Förderbedarf in den Bereichen Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit, Ausdauer, Motorik und Koordination. Entsprechende Förderangebote werden in den Unterricht und in die Pausen integriert. Strukturierung und Ritualisierung innerhalb des Unterrichtsvormittages geben den Schülerinnen und Schülern Sicherheit und Orientierung. Wir stimmen Verhaltensziele in Kooperation mit der Klinik und den Schülerinnen und Schülern ab und arbeiten mit Verhaltensplänen.

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Hilde-Domin-Schule Köln

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