Intensivklasse

Die Krankheiten der Schülerinnen und Schüler reichen von Suizidalität, Drogenabhängigkeit, Adipositas, Anorexie, Schulverweigerung, Schulangst, gestörtes Sozialverhalten bis hin zu Psychosen. Einige Schülerinnen und Schüler befinden sich aufgrund eines Gerichtsbeschlusses auf der Station. Ziel des Aufenthaltes ist in vielen Fällen eine Krisenintervention.

Patientinnen und Patienten der Intensivstation aller Schulformen und Altersstufen werden in der Klasse der geschützten Intensivstation von einer Lehrkraft beschult.

Dieser geschlossene Bereich der Klinik sieht den Schutz der Patientinnen und Patienten vor Selbst- und Fremdgefährdung vor. Die Beschulbarkeit wird von den betreuenden Ärzten festgestellt und angeordnet und mit der Lehrerin individuell abgesprochen.

Diese Voraussetzungen bedingen einen engen Austausch mit der Station. Er findet statt in täglichen Übergabegesprächen sowohl vor als auch nach dem Unterricht. Die Unterrichtszeiten dauern je nach Ausgangslage der Schülerinnen und Schüler von 15 Minuten bis hin zu 6 Stunden. Bis zu 8 Schülerinnen und Schüler werden in einem Raum in der Schleuse der Station unterrichtet. Dieser Bereich ist nur von Personal mit entsprechendem Schlüssel erreichbar und wirkt einer Fluchtgefahr entgegen. Ein umfunktionierter Klinikraum wird hierfür als Unterrichtsraum genutzt. Die Heterogenität und Kürze der Aufenthaltsdauer erfordert von den Schülerinnen und Schülern eine hohe Anpassungsfähigkeit.

Die Dauer der Beschulung kann von einem Tag bis hin zu mehreren Wochen reichen. Falls es die Vielfältigkeit der Schulstufen oder das Krankheitsbild verlangt, kann der Unterricht in Lerngruppen aufgeteilt werden. Wie auch in anderen Klassen steht die Genesung im Vordergrund. Für die Schülerinnen und Schüler der Intensivstation ist es eine große Entlastung, dass der Unterricht ohne Druck statt findet. Es werden keine Tests oder Arbeiten geschrieben. Vielmehr wird an möglichen Wissenslücken gearbeitet. Unterrichtsstoff kann nachgeholt, wiederholt und gefestigt werden. Hieraus ergeben sich Lernerfolge, die zum Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler beitragen.

Nach Verlegung oder Entlassung werden die Schülerinnen und Schüler in anderen Klassen der Klinikschule oder in der Heimatschule beschult. In einigen Fällen kann auch eine neue Schule besucht werden.

Um eine lückenlose Beschulung zu ermöglichen, ist ein enger Kontakt zu den Lehrerinnen und Lehrern der Heimatschulen notwendig. Hier können unter anderem unterrichtliche Absprachen getätigt und zusätzliche Informationen eingeholt werden.

© 2023 by At Home Center. All rights reserved.

Hilde-Domin-Schule Köln

Florentine-Eichler-Straße 1a

51067 Köln

Telefon 0221 96476970

Fax 0221 964769715